Die Deutsche Bahn verkürzt die Vorverkaufsfrist für Sparpreise

Noch vor wenigen Jahren war ein dichtes, preisgünstiges und mit einem hohen Serviceniveau ausgestattetes Fernbusnetz Zukunftsmusik. Anders als in den USA oder in Japan, wo das komfortable Reisen mit dem Fernbus eine Selbstverständlichkeit geworden ist, betraten die Busunternehmen Neuland. Inzwischen ist ein unglaublich dichtes Netz mit sehr günstigen Preisen, die auf www.fernbus-vergleich.biz verglichen werden können, entstanden.

Allen Unkenrufen zum Trotz erfreuen sich die Fernbusse einer außerordentlich großen Beliebtheit und schnappen sogar der Bahn inzwischen Marktanteile weg. In vielen ICE- und IC-Zügen finden sich mehr freie Plätze denn je, weshalb es sich lohnt mal das Preissystem der Bahn näher anzusehen und die Besonderheiten herauszustellen.

Kurzfristige Buchungen bei der Bahn gab’s nur zum Apothekenpreis

Vor knapp über 10 Jahren führte die Bahn ein chaotisches und sehr kundenunfreundliches Preissystem ein, welches selbst Reisebüroexperten immer wieder ins Erstaunen versetzt. In den schnellen Zügen der Bahn gab es bis vor kurzem eine strikte 3 Tages-Frist. Wer kurzfristiger buchen wollte, der konnte nur auf den vollen Tarif zugreifen. So kostet die knapp fünfstündige Fahrt von München nach Leipzig in der 2. Klasse 97 Euro.

Wer für den morgigen Tag einen Fahrschein erwerben wollte, der musste sich entweder eine zusätzliche BahnCard kaufen, die als Abofalle ausgelegt ist und nur 25 % Rabatt bietet. Oder aber auf den Fernbus umsteigen. Da dies immer mehr Menschen tun, gerät die Deutsche Bahn zunehmend in Bedrängnis.

Soll die verkürzte Vorbuchungsfrist Kunden vom Fernbus abhalten?

Immer mehr spontan Reisende buchen jedoch kurzfristig den Fernbus oder Alternativen. Deshalb änderte die Bahn ihr Angebot und verkürzt die Vorausbuchungsfrist auf nur noch 1 Tag. Dieser Betriebsversuch mit allen Kunden ist ganz ohne Rabattkupon zugänglich und bietet die Tickets seit Anfang April noch bis zum 14. Juni 2014 an.

Obwohl die offiziellen Pressemeldungen der Bahn keinen direkten Zusammenhang herstellen sollen, ist doch eine gewisse Aufregung spürbar: Die Bahn wird beispielsweise mit dem IC Bus selbst zum Busanbieter auf kleineren Strecken, auf denen die Nachfrage nicht für einen ganzen Zug ausreicht. Zudem bietet sie Sparpreise nicht nur für den Zug, sondern auch den IC Bus an.

Die verkürzte Vorausbuchungsfrist für die Sparpreise bietet allen Buskunden erhebliche Vorteile: dadurch, dass die Bahn den Wettbewerb aufgenommen hat, werden die Busunternehmen noch kundenfreundlicher kalkulieren. Und letztendlich haben die Kunden dann die Wahl, ob sie die Entfernungen mit dem Bus und ohne Umsteigen zurücklegen möchten. Oder ob sie – leicht überspitzt formuliert – von Klimaanlagenausfällen über Anschlussverluste oder unklimatisierten Ersatzgarnituren das Glücksspiel Bahnreise auf sich nehmen möchten.

Dank der Fernbusse liegt die Auswahl ganz bei Ihnen!

 

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